EINLAUFEN VOR WETTKAMPF ODER TEMPOTRAINING

Training nach der LaufCampus-Methode

Sie haben einen Wettkampf. Der Startschuss fällt und Sie laufen schnell los, genau in dem Tempo, dass Sie sich für diesen Tag vorgenommen haben. Doch die ersten zwei, drei Kilometer sind hart, die Beine schwer und Sie zweifeln, ob das alles heute gut geht. Doch Sie halten durch und irgendwann haben Sie diese schwierige Phase überstanden und alles läuft rund. Sie halten das Tempo bis zur Ziellinie.

Schwere Beine auf den ersten zwei, drei Kilometern?
Kommt Ihnen das bekannt vor? Ein typischer Fall von falscher oder schlechter Vorbereitung! Entweder, Sie haben es versäumt sich richtig warum zu laufen oder das Aufwärmprogramm war ein wenig zu kurz. Hier ein paar Tipps, wie Sie schwere Beine auf den ersten Kilometern vermeiden können:

Motore und Beine wollen warm laufen
Laufen Sie sich vor jedem Tempotraining oder Wettkampf ausreichend warm. Die Muskeln sind dann am leistungsfähigsten, wenn Sie die richtige Betriebstemperatur erreicht haben. Lockeres und langsames Laufen lässt den Kreislauf in Schwung kommen, die Durchblutung der Beine wird forciert und die Muskeln erreichen langsam die benötigte Betriebstemperatur.

Mit 20 Minuten machen Sie alles richtig
Laufen Sie sich immer 20 Minuten ein, egal, ob Sie dabei 3 oder 4 Kilometer zurücklegen, die Distanz ist völlig egal, die Dauer des Einlaufens macht’s. 10 Minuten sind zu kurz, 15 Minuten können vielleicht passen, 20 Minuten sind auf jeden Fall richtig! Wer sich gut fühlt, kann bis 5 Min. vor dem Start noch 3 Steigerungen über 80 m bis knapp über das geplante Renntempo absolvieren.

Laufen Sie langsam
Laufen Sie im langsamen Dauerlauftempo. Laufen Sie ungefähr 2 Minuten pro Kilometer langsamer, als das Durchschnittstempo ihrer momentanen 10-Kilometer-Bestzeit. Wer beispielsweise die 10-Kilometer im Wettkampf in 45 Minuten läuft, was einen Kilometerschnitt von 4:30 min/km ergibt, der sollte zum Warmlaufen ungefähr in 6:30 min/km laufen. Diese Empfehlung gilt unabhängig davon, um welche geplante Wettkampfdistanz es sich handelt. Vor einem 5er, 10er, Halbmarathon oder Marathon-Wettkampf immer sehr langsam warm laufen. Sie bleiben so auf jeden Fall im Sauerstoffüberschuss und ihre Muskeln produzieren frühestens im Wettkampf das die Beine lähmende Laktat (Milchsäure).

3 bis 5 Minuten Gehpause vor der Belastung
Jetzt heißt es zur Ruhe kommen. Die Körper ist vorbereitet und der Adrenalinspiegel steigt. Kommen Sie jetzt zur Ruhe, in dem Sie drei bis 5 Minuten entweder nur Gehen oder an der Startlinie stehen und locker die Beine ausschütteln.

Nun kann eigentlich nichts mehr schief gehen
Machen Sie nun das geplante Tempotraining oder laufen Sie den Wettkampf. Nach der Belastung laufen Sie sich wieder mindestens 10 Minuten oder besser wieder 20 Minuten im langsamen Dauerlauftempo aus. Marathonläufer dürfen das Auslaufen auch auf den nächsten Tag verschieben, alle anderen sollten zur Unterstützung der Regeneration kurz nach der Belastung ein paar langsame Kilometer anschließen.